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Google Shopping – Ein Muss für Shop-Betreiber?

Seit Mitte 2012 ist Google Shopping nicht mehr kostenlos und dadurch für viele uninteressant geworden. Doch Google verfolgte damit natürlich nichts anderes, als einen weiteren Wirtschaftszweig für AdWords zur Verfügung zu stellen.

Nachdem nun ein bisschen Zeit vergangen ist und Google die Shopping-Funktion immer weiter ausgebaut hat und die eingetragenen Produkte direkt in der Google-Suche angezeigt werden, sollte man sich über den Nutzen ernsthaft Gedanken machen.

Google Shopping entwickelt sich stetig weiter und nimmt zunehmend einen höheren Stellenwert ein und erweitert das Produkt AdWords erfolgreich. Das bedeutet nichts anderes, als dass die normalen Anzeigen immer weniger Beachtung finden, wenn es sich um die direkte Suche von Produkten handelt.

Der Grund dafür ist der direkte Preisvergleich, so dass der Nutzer gar keine andere Plattform mehr aufrufen muss und alles aus einer Hand kriegt, nämlich von seiner Stamm-Suchmaschine „Google“.

Die Kosten

Wer bereits AdWords-Kampagnen geschaltet hat, weiß, dass sich ein festes Tages-Budget einrichten lässt und erst durch Anklicken der geschalteten Anzeigen Kosten (CPC) entstehen. CPC steht für „Cost-per-Click“. Dabei kann man ein Höchstgebot pro Click angeben. Das Gebot entscheidet über die Platzierung der Anzeige. Ist also das eingestellte Gebot höher als das der Mitbewerber, so wird die Anzeige an erster Stelle platziert. Ist es niedriger als das der Mitbewerber, so wird die Anzeige eventuell gar nicht oder erst auf der nächsten Suchseite angezeigt.

Bei Google Shopping handelt es sich aktuell ebenfalls um eine AdWords-Kampagne für die man ein CPC-Höchstgebot abgeben muss.

Die Übertragung der Artikel an Google Merchant

Einige Shops bieten die Export-Funktion für Google Merchant (damals noch Google Base) an, jedoch ist bei den meisten Shops die Definition veraltet, so dass die exportierten Produkte aus dem eigenen Shop von Google Shopping schlichtweg abgelehnt werden, da sie nicht den aktuellen Richtlinien entsprechen. Google selbst stellt zwar eine ausführliche Hilfe bereit und auch einen hervorragenden Direktservice für bezahlte Kampagnen, jedoch muss die Export-Funktion des Shops oder der Warenwirtschaft angepasst werden. Entweder stellt der Shop selbst eine Funktion bereit, die zu exportierenden Felder anzupassen und zu filtern oder man muss den Shop um die Funktion erweitern bzw. den Quellcode umschreiben.

In einem kürzlich geführten Beratungsgespräch mit einem unserer Kunden, haben wir mögliche Online-Werbekampagnen besprochen und Google Shopping als Werbekampagne vorgeschlagen. Der Kunde selbst, war zuerst nicht überzeugt von Google Shopping, da die Anpassungsarbeiten an seinem Shop einige Stunden Programmierzeit bedeuteten und somit ein zusätzliches Budget eingeplant werden musste. Dennoch hat unser Kunde das zusätzlich benötigte Budget bewilligt und konnte im Gegensatz zu den herkömmlichen Google AdWords-Anzeigen bereits nach ein paar Tagen eine klare Veränderung der Bestellrate erkennen.

Die CPC-Rate wurde so angepasst, dass er mit seinen Produkten, welche in diesem Fall wenige Mitbewerber haben, immer an erster Stelle steht. Das führte zu gezielten Bestellungen, da das beworbene Produkt bei Google direkt zum Artikel führte und nicht erst zu einer Landing Page oder einer Produktkategorie.

Dadurch, dass dem Kunden die Suche und die Entscheidungen leicht gemacht wurden, betrug die Absprungrate nur noch wenige Prozent und führte zu erfolgreichen Conversions.

Bei großen Shops mit einer Vielzahl an Produkten lohnt es sich auf jeden Fall, denn die Mitbewerber werden nicht immer die exakt gleiche Produktpalette führen. Denn nur Artikel, welche auf Lager sind, werden bei der Suche bevorzugt angezeigt.

Google Shopping – Eine Überlegung ist es in jedem Fall Wert!